Ein Casino, das 40 Euro ohne Einzahlung verspricht, rechnet nicht mit deinem Glück. Es rechnet mit deiner Klickrate, deiner Ungeduld und der Statistik, dass ein bestimmter Teil der Spieler nach der Auszahlungssperre trotzdem einzahlt. Die deutsche Regulierung hat diesen Mechanismus nicht abgeschafft, aber sie hat ihn bürokratisiert. Genau darum geht es hier.
Dieser Beitrag prüft den 40-Euro-Bonus ohne Einzahlung aus zwei Blickwinkeln: juristisch und finanziell. Du bekommst keine Liste mit zehn Anbietern, sondern eine nüchterne Erklärung, warum gerade 40 Euro unter der deutschen Glücksspielaufsicht so selten sind, welche Klauseln die Rendite auffressen und was das BGH-Urteil von 2024 damit zu tun hat. Am Ende steht die Frage, ob sich die Registrierung nur wegen eines solchen Bonus lohnt. Die kurze Antwort: fast nie. Die lange Antwort liest du jetzt.
Ein No-Deposit-Bonus bedeutet zunächst nur eines: Der Spieler erhält ein Guthaben oder Freispielguthaben, ohne vorher eigenes Geld einzuzahlen. Der Betrag klingt wie ein Startkapital, funktioniert aber wie ein befristeter Gutschein mit kleingedruckten Bedingungen. Bei 40 Euro sprechen die Marketingabteilungen gern von einem „Geschenk“. Juristisch handelt es sich um eine vertragliche Wette auf dein späteres Einzahlungsverhalten. Nichts daran ist altruistisch.
Der entscheidende Unterschied liegt in der Auszahlungslogik. Ein Bonus ohne Einzahlung ist kein sofort abhebbares Guthaben. Er steckt in einem Konstrukt aus Umsatzanforderungen, Spielbeschränkungen und einem Auszahlungsdeckel. Wer 40 Euro Bonus bekommt, kann daraus nur dann Echtgeld machen, wenn er die Bedingungen erfüllt. In der Praxis bedeutet das: mehr spielen, als der Bonus wert ist. Und genau dieses Verhältnis lässt sich mathematisch vorhersagen.
Formal bleibt es ein Bonus. Wirtschaftlich betrachtet gleicht es einer bedingten Forderung: Der Spieler erhält 40 Euro nur dann als auszahlbar, wenn er die Umsatzbedingungen vollständig erfüllt. Bis dahin ist es lediglich eine Buchung in der Bonusbilanz des Anbieters. Diese Bilanz wird nur dann zu einer echten Verbindlichkeit, wenn der Spieler entweder verliert (dann ist der Bonus wertlos) oder die Bedingungen erfüllt (dann greift der Auszahlungsdeckel). Ökonomisch hat der Anbieter also einen zeitlichen und statistischen Vorteil: Er zahlt den Bonus nur in dem Bruchteil der Fälle aus, in denen der Spieler die Umsatzhürde ohne Einzahlung überwindet. Dieser Anteil liegt bei typischen Bedingungen im niedrigen einstelligen Prozentbereich.
Wer in Deutschland einen Bonus ohne Einzahlung anbietet, bewegt sich innerhalb desselben Regelwerks wie der Anbieter eines 1.000-Euro-Einzahlungsbonus. Der Glücksspielstaatsvertrag 2021 (GlüStV) kennt keine Sonderbehandlung für kleine Beträge. Ein 40-Euro-Bonus unterliegt damit drei zentralen Beschränkungen: dem anbieterübergreifenden Einzahlungslimit über LUGAS, dem 1-Euro-Einsatzlimit für virtuelle Automatenspiele und der Pflicht zur Anbindung an das Sperrsystem OASIS. Ein Bonus, der diese Vorgaben ignoriert, stammt fast zwangsläufig von einem Anbieter ohne deutsche Erlaubnis.
Die GGL mit Sitz in Halle (Saale) führt seit 2023 die vollständige Aufsicht über den legalen Online-Glücksspielmarkt. Die Whitelist der Behörde umfasst rund 95 Anbieter, wobei nur ein Teil davon eine Erlaubnis für virtuelle Automatenspiele besitzt. Diese Zahl ist entscheidend: Ein 40-Euro-Bonus ohne Einzahlung ist kein Produkt der lizenzierten Masse. Die Margen sind zu dünn, die Compliance-Kosten zu hoch, und das LUGAS-System erfasst jeden Bonus als Teil der anbieterübergreifenden Monatslimits. Ein legaler Anbieter muss dich also zwingend im LUGAS-System führen, bevor du den Bonus beanspruchst.
Weil der Anbieter dich vor der Bonusgutbuchung einer Identitätsprüfung unterzieht, deine LUGAS-Limits prüft und den Bonus unter den Bedingungen des GlüStV ausgestaltet. Das kostet ihn reales Geld – oft mehr, als der Bonus wert ist. Ein Betrag von 40 Euro mag als Marketinginstrument taugen, betriebswirtschaftlich ist er für einen regulierten Anbieter jedoch unattraktiv. Deshalb findest du solche Angebote überwiegend bei lizenzfreien Plattformen mit Sitz in Curaçao, Anjouan oder unter MGA-Lizenz ohne deutsche Zulassung. Das ist kein Qualitätsmerkmal, sondern ein Indiz für einen Anbieter außerhalb des deutschen Regulierungsrahmens.
Das Urteil des Bundesgerichtshofs aus dem Jahr 2024 hat die Rechtslage für Spieler geschärft, die bei nicht lizenzierten Anbietern verloren haben. Der BGH stellte fest, dass Verträge mit Anbietern ohne GGL-Erlaubnis nichtig sein können und Spieler unter Umständen ihre Einzahlungen zurückfordern können. Für den Bonus ohne Einzahlung ergibt sich daraus eine paradoxe Situation: Der Spieler hat kein eigenes Geld eingesetzt, kann also auch nichts zurückverlangen. Gewinne aus dem Bonus bleiben jedoch solange Fiktion, bis sie auf ein Konto ausgezahlt werden. Verweigert der Anbieter die Auszahlung – was bei Offshore-Anbietern häufig vorkommt –, bleibt dem Spieler nur der Weg über ausländische Gerichte oder Zahlungsdienstleister.
Die Durchsetzung solcher Ansprüche ist langwierig und kostspielig. Ein 40-Euro-Bonus rechtfertigt keinen Zivilprozess. Wer dennoch klagt, muss mit zwei Jahren Verfahrensdauer rechnen, während der Anbieter bereits unter neuer Domain firmiert. Wer dagegen bei einem GGL-lizenzierten Anbieter spielt, hat Zugang zur Schlichtungsstelle der GGL und zu deutschen Gerichten. Das ist kein Nebenaspekt, sondern der eigentliche Wert einer Lizenz: Sie macht aus einem Gratisversprechen ein einklagbares Recht.
Der Spieler hält faktisch nur eine unbesicherte Forderung gegen ein Unternehmen in einer Jurisdiktion mit minimaler Finanzaufsicht. Nach dem BGH-Urteil könnte er zwar versuchen, die Zahlung als ungerechtfertigte Bereicherung zurückzufordern, aber er hat ja nichts eingezahlt. Das heißt: Sein Schaden ist der Zeitverlust und die Weitergabe persönlicher Daten. Ein Bonus ohne Einzahlung ist bei solchen Anbietern primär ein Instrument der Datenerhebung, nicht der Kundenbindung. Die 40 Euro sind ein Köder, keine Leistung.
Die zentrale Kennzahl eines No-Deposit-Bonus ist der Erwartungswert nach Erfüllung der Umsatzbedingungen. Nimm einen typischen Rahmen: 40 Euro Bonus, 40-facher Umsatz im Slot-Bereich, maximal 100 Euro Auszahlung, Frist 30 Tage. Der Gesamtumsatz beträgt 1.600 Euro. Bei einem durchschnittlichen Return to Player (RTP) von 96 Prozent – was bei vielen Slots von Play’n GO, Pragmatic Play oder NetEnt der Fall ist – erwartest du einen Verlust von 4 Prozent auf den Umsatz, also 64 Euro. Nach dem Umsatz hast du statistisch einen Bonusrest von 40 minus 64 gleich minus 24 Euro. Das bedeutet: Der Erwartungswert ist negativ, obwohl du mit fremdem Geld spielst.
Mit etwas Glück kann der Verlauf anders aussehen. Angenommen, die Varianz läuft für dich und du erzielst bei 1.600 Euro Umsatz einen RTP von 100 Prozent. Dann bleiben die 40 Euro exakt erhalten. Davon darfst du laut Cap höchstens 100 Euro auszahlen lassen, in diesem Fall also 40 Euro. Das ist der beste realistische Fall. Worst Case ist der Totalverlust des Bonus – kein Geld weg, aber auch kein Gewinn. Die Wahrscheinlichkeit, den Bonus ohne Einzahlung auszahlen zu lassen, liegt bei den meisten No-Deposit-Angeboten unter 10 Prozent. Diese Zahl ist nicht öffentlich geprüft, aber sie folgt aus den typischen Umsatzmultiplikatoren und der RTP-Differenz.
| Parameter | Typischer Rahmen für 40 € No-Deposit-Bonus | Finanzielle Konsequenz |
|---|---|---|
| Bonusbetrag | 40 € | |
| Umsatzanforderung | 30x bis 45x Bonus | 1.200 bis 1.800 € Gesamtumsatz |
| Maximaler Auszahlungsbetrag (Cap) | 50 bis 100 € | Begrenzt den Gewinn stark |
| Frist | 7 bis 30 Tage | Zeitdruck erhöht Fehlerquote |
| Erlaubte Spiele | Meist nur Slots, oft mit RTP-Beschränkung | Reduziert den effektiven RTP |
Weil der Umsatzmultiplikator den Zeit- und Volumenaufwand bestimmt. Bei 40 Euro Bonus und 35-fachem Umsatz musst du 1.400 Euro durchspielen. Das dauert selbst bei 1 Euro pro Spin und durchschnittlich 600 Spins pro Stunde mehr als zwei Stunden. In dieser Zeit steigt die Wahrscheinlichkeit, dass du gegen das 5-Sekunden-Intervall oder andere Regeln verstößt – ein häufiger Grund für die Annullierung des Bonus. Der Anbieter nutzt also nicht nur den Hausvorteil, sondern auch die schiere Reibung des Prozesses.
40 Euro ohne Einzahlung klingt nach mehr als 10 oder 15 Euro, aber der Betrag verschiebt die Wirtschaftlichkeit nur marginal. Der entscheidende Faktor ist nicht die Höhe, sondern der Multiplikator und der Cap. Ein 10-Euro-Bonus mit 30x Umsatz und 50 Euro Cap ist relativ gesehen großzügiger als ein 40-Euro-Bonus mit 45x Umsatz und 50 Euro Cap. Warum? Weil der kleine Bonus weniger Umsatzvolumen erfordert und der Cap im Verhältnis zum Bonus höher liegt.
Hier eine Gegenüberstellung typischer Rahmen, wie sie im deutschen Markt 2026 vorkommen könnten. Die Angaben sind keine verbindlichen Offerten, sondern Orientierungsgrößen, die sich an öffentlich einsehbaren Bonusdatenbanken orientieren. Prüfe jede Aktion vor der Registrierung im Kundenkonto auf die exakten Bedingungen.
| Bonus ohne Einzahlung | Üblicher Umsatzfaktor | Typischer Cap | Frist | Realistische Auszahlungschance |
|---|---|---|---|---|
| 10 € | 30x – 40x | 50 – 100 € | 7 – 30 Tage | Niedrig (unter 15 %) |
| 15 € | 30x – 40x | 50 – 100 € | 7 – 30 Tage | Niedrig (unter 15 %) |
| 25 € | 35x – 45x | 50 – 100 € | 7 – 21 Tage | Sehr niedrig (unter 10 %) |
| 40 € | 35x – 45x | 50 – 100 € | 7 – 21 Tage | Sehr niedrig (unter 10 %) |
| 50 Freispiele | 30x – 40x Gewinne | 50 – 100 € | 1 – 7 Tage | Extrem niedrig (unter 8 %) |
Nein. Der Bonusbetrag ist nur eine von drei Variablen: Umsatzfaktor, Cap und erlaubte Spiele. Ein 40-Euro-Bonus mit einem 50x-Umsatz auf einem Slot mit 94 Prozent RTP ist schlechter als ein 10-Euro-Bonus mit 30x auf einem 96-Prozent-Slot. Die Kennzahl, die du vergleichen solltest, ist der erwartete Nettoverlust nach Umsatz. Bei 40 Euro und 1.800 Euro Umsatz zu 94 Prozent RTP verlierst du statistisch 108 Euro – der Bonus ist nach 20 Minuten Spielzeit aufgebraucht.
Die GGL-lizenzierten Anbieter wie Wunderino, JackpotPiraten, BingBong, Merkur Slots oder CrazyBuzzer setzen auf Einzahlungsboni, Freispiele bei Einzahlung oder Cashback. Ein 40-Euro-Bonus ohne Einzahlung passt nicht in dieses Modell, weil die Anbieter den Spieler frühzeitig in eine Einzahlungsbeziehung bringen wollen. Der GlüStV verbietet zudem aggressive Werbung und verlangt, dass Bonusbedingungen transparent sind. Die Compliance-Kosten für einen Gratisbonus, der am Ende vielleicht 20 Spieler zu einer Einzahlung führt, stehen in keinem Verhältnis.
Das Fehlen solcher Angebote ist also kein Zufall, sondern eine regulatorische Konsequenz. Wer trotzdem 40 Euro ohne Einzahlung in Deutschland sucht, wird überwiegend bei Anbietern fündig, die nicht auf der GGL-Whitelist stehen: Vulkan Vegas, SlotMagie, PlatinCasino, 7Bit Casino oder BitStarz – allesamt Plattformen mit Lizenzen aus Curaçao, Anjouan oder Malta ohne deutsche Zulassung. Diese Anbieter sind in Deutschland nicht legal, auch wenn sie deutsche Spieler aktiv ansprechen. Seit Mai 2026 drohen der GGL zudem DNS-Sperren gegen solche Seiten, was den Zugang weiter erschwert.
Weil er dich nach GlüStV erst identifizieren, dein LUGAS-Konto prüfen und deine OASIS-Einträge abgleichen muss. Dieser Prozess kostet ihn mehr als 40 Euro pro Neukunde, selbst bei hoher Conversion. Hinzu kommt das Risiko von Bonusmissbrauch: Spieler registrieren sich, nehmen den Bonus, spielen ihn durch und versuchen, den Cap auszahlen zu lassen. Genau dieses Verhalten ist bei einem 40-Euro-Betrag wahrscheinlicher als bei 10 Euro, weil die absolute Gewinnerwartung höher erscheint. Die legale Branche hat daher kein Interesse an diesem Produkt.
Ein 40-Euro-Bonus ohne Einzahlung ist das klassische Einstiegsangebot nicht lizenzierter Casinos. Diese Plattformen kalkulieren mit Spielern, die den Bonus annehmen, die Bedingungen nicht erfüllen und dann aus Frust einzahlen. Der Bonus entpuppt sich als psychologischer Köder: Er erzeugt eine Beziehung zum Anbieter, sammelt Zahlungsdaten und minimiert die Hemmschwelle für die erste Einzahlung. Juristisch bist du in diesem Moment bereits in einer Grauzone, denn du nutzt ein Angebot, das nach § 4 GlüStV in Deutschland verboten ist.
Die Risiken sind konkret: keine durchsetzbare Forderung auf Auszahlung, mögliche Datenweitergabe, keine Anbindung an OASIS (was den Spielerschutz unterläuft) und keine Zuständigkeit deutscher Gerichte. BGH 2024 hat zwar Rückforderungsansprüche für Einzahlungen bei solchen Anbietern bestärkt, aber beim Bonus ohne Einzahlung gibt es nichts zurückzufordern. Die Rechtsprechung hilft also nur dem, der eigenes Geld eingezahlt hat. Wer nur den Bonus gespielt hat, bleibt auf dem Schaden sitzen – der meist in Zeit und Daten besteht.
Weil der Anbieter nicht verpflichtet ist, dich auszuzahlen, und du keine Aufsichtsbehörde einschalten kannst, die ihn dazu zwingt. Die Lizenz aus Curaçao oder Anjouan bietet keinen deutschen Verbraucherschutz. Zudem blockiert die GGL seit Mai 2026 aktiv die DNS-Auflösung solcher Domains, sodass du technische Hürden überwinden musst, nur um auf ein Angebot zuzugreifen, das dir am Ende wahrscheinlich Null Euro bringt. Das ist kein Nullsummenspiel, sondern negative Erwartung.
Der häufigste Fehler ist die Annahme, der Bonus sei echtes Geld. Er ist es nicht. Ein 40-Euro-Bonus ist ein Gutschein mit Laufzeit, Spielbeschränkung und Auszahlungsdeckel. Wer versucht, den Bonus sofort auszuzahlen, verliert ihn. Wer die Frist überschreitet, verliert ihn. Wer Tischspiele statt Slots spielt, verliert ihn. Wer einen Slot mit progressivem Jackpot spielt, verliert ihn. Die Bedingungen sind darauf ausgelegt, dass ein bestimmter Prozentsatz der Spieler genau diese Fehler macht.
Ein weiterer Fallstrick ist der Bonus-Missbrauchsvorwurf. Viele Anbieter behalten sich das Recht vor, Gewinne zu annullieren, wenn der Spieler mehrere Konten nutzt, VPN verwendet oder die Bonusbedingungen zu wörtlich auslegt. Da du bei einem nicht lizenzierten Anbieter keine Schlichtungsstelle hast, bleibt dir nur die Klage im Ausland. Bei einem lizenzierten Anbieter kannst du dich an die GGL wenden, aber auch dort gilt: Wer die Bedingungen verletzt hat, hat Pech.
Beginnen wir diesen Abschnitt mit einer rhetorischen Frage: Wissen Spieler, die einen 40-Euro-Bonus ohne Einzahlung suchen, dass sie damit bereits den ersten Schritt in Richtung einer potenziellen Spielabhängigkeit gehen könnten? Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) empfiehlt, solche Angebote grundsätzlich zu meiden, weil sie den Einstieg ohne eigenes Geld erleichtern und die Hemmschwelle senken. Die kostenlose Hotline 0800 1 372 700 und die Website check-dein-spiel.de bieten anonyme Beratung, wenn das Spielverhalten die Kontrolle verliert.
Die Teilnahme an einem Bonus ohne Einzahlung ist keine harmlose Freizeitaktivität, sondern eine Entscheidung mit potenziellen Konsequenzen. Das OASIS-Sperrsystem ermöglicht es dir, dich selbst für mindestens drei Monate zu sperren, und diese Sperre gilt anbieterübergreifend. Wer sich gesperrt hat und trotzdem bei einem Offshore-Anbieter spielt, umgeht nicht nur den Spielerschutz, sondern riskiert eine Verletzung seiner eigenen Selbstverpflichtung. Der 40-Euro-Bonus mag verlockend wirken, aber er ist keine Belohnung für kluges Verhalten.
Bei einem GGL-lizenzierten Anbieter nein, weil die OASIS-Sperre elektronisch abgefragt wird. Bei einem Offshore-Anbieter gibt es keine OASIS-Anbindung, daher kannst du dich dort registrieren. Das ist aber kein Vorteil, sondern ein gefährliches Schlupfloch: Du umgehst deine eigene Schutzentscheidung und begibst dich in einen Bereich ohne Aufsicht. Wer in OASIS gesperrt ist, sollte jeden Bonus ablehnen, unabhängig von der Höhe. Sonst wird aus 40 Euro „gratis“ schnell der Einstieg in neues Spielverhalten.
Nur wenn der Anbieter eine gültige GGL-Lizenz besitzt und der Bonus im Rahmen des GlüStV angeboten wird. Da solche Boni bei lizenzierten Anbietern äußerst selten sind, stammen die meisten Angebote von Plattformen ohne deutsche Erlaubnis. Diese sind in Deutschland nicht legal, auch wenn sie deutsche Kunden ansprechen.
Nein. Ein No-Deposit-Bonus ist zunächst ein Spielguthaben, das erst nach Erfüllung der Umsatzanforderungen in auszahlbares Echtgeld umgewandelt wird. Vorher kannst du weder den Bonus noch daraus erzielte Gewinne abheben. Zudem gelten Auszahlungsobergrenzen, die oft zwischen 50 und 100 Euro liegen.
Überwiegend Anbieter ohne GGL-Lizenz, etwa mit Lizenzen aus Curaçao, Anjouan oder Malta. In der GGL-Whitelist finden sich kaum solche Angebote, weil sie für regulierte Anbieter wirtschaftlich unattraktiv sind. Prüfe vor jeder Registrierung die Anbieterliste auf gluecksspiel-behoerde.de.
Die häufigsten Bedingungen sind: 35- bis 45-facher Umsatz des Bonus, nur Slots erlaubt, Auszahlungsdeckel von 50 bis 100 Euro, Frist von 7 bis 30 Tagen, maximale Einsatzhöhe von 1 Euro pro Spin und keine progressiven Jackpots. Verstöße führen zur Annullierung des Bonus und aller Gewinne.
In den meisten Fällen nicht. Der Erwartungswert nach Umsatz ist negativ, weil der zu erbringende Gesamtumsatz multipliziert mit dem Hausvorteil den Bonusbetrag übersteigt. Bei 40 Euro Bonus und 1.600 Euro Umsatz bei 96 Prozent RTP verlierst du statistisch 64 Euro – der Bonus ist also wertlos.
Die Auszahlung ist nicht garantiert. Du hast keinen Anspruch gegenüber einer deutschen Aufsichtsbehörde und musst den Rechtsweg im Ausland beschreiten. Das BGH-Urteil von 2024 hilft nur bei eingezahlten Verlusten, nicht bei Bonusgewinnen. Oft verweigern solche Anbieter die Auszahlung unter fadenscheinigen Gründen.
Ja. 40 Euro Bonus kannst du eigenständig auf verschiedene Slots verteilen, während 40 Freispiele an einen bestimmten Slot gebunden sind und meist innerhalb weniger Tage umgesetzt werden müssen. Die Auszahlungsbedingungen sind ähnlich restriktiv, aber der Bonusbetrag ist bei Freispielen auf die Gewinne aus den Spins beschränkt.
Ein 40-Euro-Bonus ohne Einzahlung ist kein Startvorteil, sondern ein Marketinginstrument mit negativer Erwartung. Die deutsche Regulierung hat legale Anbieter davon abgehalten, solche Beträge zu verschenken, weil die Kosten-Nutzen-Rechnung nicht aufgeht. Wer dennoch danach sucht, landet fast zwangsläufig bei Anbietern ohne GGL-Lizenz, die weder Auszahlungssicherheit noch Rechtsschutz bieten. Das BGH-Urteil von 2024 mag Einzahlungsverluste kompensieren, aber beim Bonus ohneDas BGH-Urteil von 2024 mag Einzahlungsverluste kompensieren, aber beim Bonus ohne Einzahlung gibt es schlicht nichts zurückzufordern. Der Spieler hat keinen finanziellen Schaden erlitten, nur die Illusion eines Vorteils. Genau darin liegt die eigentliche Gefahr: Die 40 Euro fühlen sich wie eine Verpflichtung des Anbieters an, sind aber nur eine unverbindliche Werbeaussage, solange keine Lizenz dahintersteht. Für einen regulierten Anbieter mit GGL-Erlaubnis wäre ein solcher Bonus eine bewusste Ausnahme, die kaum wirtschaftlich tragfähig ist. Für einen Offshore-Anbieter ist er ein präzise kalkuliertes Instrument zur Kundengewinnung, bei dem der Erwartungswert für den Spieler unter dem Einsatz liegt, den er an Zeit und Daten leistet.
Wer also mit 40 Euro ohne Einzahlung spielen möchte, sollte sich die Frage stellen, ob er bereit ist, einen Vertrag ohne deutsche Rechtsdurchsetzung einzugehen. Die Antwort darauf ist eine persönliche. Die Regulierung liefert sie jedenfalls mit: Legale Alternativen gibt es kaum, und die Wege dorthin sind lang.
Für Spieler, die dennoch einen Bonus ohne Einzahlung suchen, gilt die nüchterne Empfehlung: Prüfen, ob der Anbieter auf der GGL-Whitelist steht. Wenn nicht, ist das Angebot rechtlich wertlos, auch wenn die Zahlen auf dem Bildschirm etwas anderes behaupten. Und für alle, die sich unsicher sind, ob sie spielen wollen oder müssen, stehen die Beratungsangebote der BZgA unter 0800 1 372 700 bereit. Das kostet nichts – im Gegensatz zu den meisten 40-Euro-Boni.
Ein letzter Gedanke: Wer einen Bonus ohne Einzahlung annimmt, sollte wissen, dass er damit eine Datenbeziehung eingeht, die er nicht mehr kontrolliert. Die 40 Euro sind in diesem Zusammenhang keine Leistung, sondern ein Preis. Der Preis für deine E-Mail-Adresse, deine Telefonnummer, deine Zahlungsdaten und deine Aufmerksamkeit. Und dieser Preis ist höher als 40 Euro.